14.09.2026_PA: Happy Birthday! 25 Jahre Allianz für den freien Sonntag: Demokratie braucht einen freien Sonntag!
Dieses Jubiläum wird am 1. Oktober 2026 mit einem Festakt im Wiener Rathaus gefeiert. Zu der Veranstaltung lädt Bürgermeister Michael Ludwig in die Volkshalle ein. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kirchen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft werden daran teilnehmen.
Zu den Gästen zählen unter anderem Silvia Hruška-Frank (Direktorin der AK Wien und der Bundesarbeitskammer), Sieglinde Rosenberger (Politikwissenschaftlerin), Renata Schmidtkunz (Journalistin, Moderatorin und Autorin), Silke Zimmer (Bundesvorstandsmitglied für den Handel der Gewerkschaft ver.di, Deutschland), Wolfgang Katzian (Präsident des ÖGB), Hendrik Meerkamp (Senior Policy Adviser der CESI, Europäische Konföderation Unabhängiger Gewerkschaften, und Vertreter im Lenkungsausschuss der European Sunday Alliance), Hubert Gratzer (Vorsitzender der KAB Österreich) sowie Matthias Hauer (Vorstandsmitglied der Bundesjugendvertretung). Die Allianz für den freien Sonntag wird durch ihre Sprecher Bischof Wilhelm Krautwaschl (Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau) und Philipp Kuhlmann (Betriebsrat in einem Handelsunternehmen) vertreten.
Eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit
Wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass es möglich sein würde, entgegen dem Trend zu Flexibilisierung, Prekarisierung und Individualisierung den freien Sonntag als
gesellschaftlichen Wert zu verteidigen? Die Allianz hat sich stets für den Schutz
gemeinsamer freier Zeit eingesetzt und gleichzeitig betont, dass es Bereiche gibt, in denen Sonntagsarbeit unverzichtbar ist, etwa im Gesundheitswesen, bei
Einsatzorganisationen oder im öffentlichen Verkehr.
Ebenso bemerkenswert ist die Breite des Bündnisses. Mehr als 50 Organisationen haben sich über traditionelle Grenzen hinweg zusammengeschlossen. Kirchen, Gewerkschaften und zivil-gesellschaftliche Initiativen arbeiten gemeinsam für ein Ziel: den Erhalt des freien Sonntags als Zeit für Familie, Freundschaften, Ehrenamt, Erholung und gesellschaftliche Teilhabe.
Heute vereint die Allianz so unterschiedliche Organisationen wie Arbeiterkammer, alpine Vereine, Kinder- und Jugendorganisationen, katholische Bewegungen und Verbände, den Österreichischen Gewerkschaftsbund, christliche Kirchen, die Plattform für Alleinerziehende sowie den Europäischen Verband christlicher Studentenverbände.
Von Österreich nach Europa
Die Idee eines geschützten gemeinsamen Ruhetages blieb nicht auf Österreich
beschränkt. Der Einsatz der Allianz wirkte weit über die Landesgrenzen hinaus und
inspirierte zahlreiche Initiativen in Europa. Besonders sichtbar wurde dies in Polen, wo freie Sonntage gesetzlich verankert werden konnten. Seit 2011 setzt sich zudem die European Sunday Alliance auf europäischer Ebene für den Schutz gemeinsamer freier Zeiten ein.
Auch die Zukunft braucht gemeinsame freie Zeit
25 Jahre nach ihrer Gründung bleibt die Allianz für den freien Sonntag eine wichtige Stimme in gesellschaftlichen Debatten.
Zu ihren zentralen Anliegen gehören:
- der Schutz des freien Sonntags vor einer schleichenden Aushöhlung durch wirtschaftliche und politische Interessen,
- die Förderung von Zeitwohlstand und Lebensqualität,
- die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für den Wert gemeinsamer freier Zeiten,
- die Sicherung von Raum für Familie, Ehrenamt, Kultur und gesellschaftliche Begegnung,
- das Entgegenwirken gegen den Trend, sämtliche Lebenszeit in Arbeits- und Konsumzeit umzuwandeln.
Gerade in einer zunehmend beschleunigten Gesellschaft gewinnt die Frage nach
gemeinsamer freier Zeit an Bedeutung. Die Allianz für den freien Sonntag wird daher auch künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, Zeitwohlstand, soziale Beziehungen und Lebensqualität für möglichst viele Menschen zu fördern und zu schützen.
Weitere Informationen:
www.freiersonntag.at
